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Glossar


  • Antiemetikum: Mittel zur Verhinderung des Erbrechens und der vorhergehenden Übelkeit. Wirkstoffe sind z.B. Metoclopramid oder Domperidon.
  • Aura: (lat. „Hauch") Bezeichnung für sensorische Erscheinungen (z. B. Gesichtsfeldeinschränkungen, Flimmern, Lichtblitze), die einer Migräne vorausgehen können. Rund 15 Prozent der Migräniker erleben eine Aura.
  • Bio-Feedback: Bio-Feedback ist eine Form der psychophysiologischen Verhaltenstherapie. Dabei werden Körpervorgänge wie der Blutdruck oder die Gefäßweite, die normalerweise nicht bewusst wahrgenommen werden, in visuelle oder hörbare Signale umgesetzt (z.B. via EEG, Blutdruckmessung) und damit dem Patienten bewusst gemacht. Auf diese Weise soll der Patient lernen, die Gefäßweite der Blutgefäße der Kopfhaut willentlich zu beeinflussen.
  • Bioverfügbarkeit: Die Bioverfügbarkeit bezeichnet die Geschwindigkeit und das Ausmaß, in denen ein Wirkstoff freigesetzt und aufgenommen wird bzw. am Wirkungsort zur Verfügung steht.
  • Einfache Migräne: Eine Migräne ohne Aura (siehe Aura).
  • Inzidenz: Anzahl neuer Vorfälle einer Erkrankung innerhalb eines bestimmten Zeitraumes.
  • Koffein: (In der Fachsprache Coffein). In Reinform ein geruchloses Pulver und ein anregend wirkender Bestandteil von Genussmitteln wie Kaffee, Tee, Cola, Mate, Guarana, Energy-Drinks und Kakao. Coffein besitzt zudem Stoffwechseleffekte indem es die Nährstofffreisetzung aus körpereigenen Speichern fördert. Im Gehirn bedingt Coffein u.a. die Verengung von Hirngefäßen.
  • Klassische Migräne: Eine Migräne mit Aura (siehe Aura).
  • Menstruationsassoziierte Migräne: Migräne, die an den Zyklus der Frau gekoppelt ist. Diese Form der Migräne ohne Aura tritt häufig um den ersten Tag der Menstruation auf, aber auch zu anderen Zeitpunkten des Zyklus’. Tritt die Migräne ohne Aura nahezu ausschließlich um den ersten Tag der Menstruation auf, spricht man auch von einer „rein menstruellen Migräne".
  • Migräne: Die Migräne ist eine in Episoden anfallsartig auftretende Form des chronischen Kopfschmerzes. Sie tritt meist erstmals in der Pubertät auf. Migräne-Kopfschmerzen dauern zwischen 4 und 72 Stunden und sind durch einen mäßigen bis schweren, pulsierenden, typischerweise einseitigen Kopfschmerz gekennzeichnet. Begleitet wird die Migräne meist von Übelkeit oder Erbrechen und einer Überempfindlichkeit gegenüber Licht oder Geräuschen. Eine Aura mit visuellen oder Sprachstörungen geht der Kopfschmerzphase bei ca. 15% der Betroffenen voraus.
  • Naratriptan: Der Wirkstoff in FORMIGRAN®. Ein selektives Migränetherapeutikum, das effektiv alle typischen Migräne-Symptome in der Kopfschmerzphase behandelt.
  • Progressive Muskelrelaxation (kurz: PMR): Tiefenmuskelentspannung nach Edmund Jacobson. Ein Verfahren, bei dem durch die willkürliche und bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht wird.
  • Serotonin: Serotonin (5-Hydroxytryptamin, Abk. 5-HT), ist eine körpereigene Stickstoffverbindung, die als Vermittler und Neurotransmitter wirkt. Serotonin hat verschiedene Wirkungen, etwa auf die Gefäßweite, die allgemeine Stimmung oder die Schmerzwahrnehmung.
  • Serotonin-Rezeptoren: Serotonin-(5-HT)-Rezeptoren sind membrangebundene Rezeptoren, die ihre Wirkung durch Bindung von Serotonin bzw. entsprechenden Gegenspielern vermitteln. Es gibt mindestens 7 Rezeptor-Typen, die entsprechend als 5-HT1 bis 5-HT7 bezeichnet werden und sich wiederum in mehrere Untergruppen einteilen lassen. Serotonin-Rezeptoren finden sich im Zentralnervensystem, im Darm und im Herz-Kreislaufsystem. Serotonin-Rezeptoren spielen u.a. bei der Blutgerinnung, bei der Steuerung des Tag-Nacht-Rhythmus oder bei der Regelung von Darmaktivitäten und Körpertemperatur eine Rolle.
  • Spannungskopfschmerz: Spannungskopfschmerzen können alle Altersgruppen betreffen, häufig sind sie jedoch bei jungen Erwachsenen zu beobachten. Die Kopfschmerzen treten 15 Mal im Monat bis täglich auf und dauern zwischen 30 Minuten und 7 Tagen. Die Schmerzen sind beidseitig, nicht pulsierend und in ihrer Intensität leicht bis mäßig stark, Begleitsymptome sind selten. Spannungskopfschmerzen beeinträchtigen den Alltag meist wenig.
  • Stressbewältigungstraining: Verhaltenstherapeutische Maßnahmen (Einzel- oder Gruppentherapie), die dem Patienten helfen, im Alltag und im Beruf Stressfaktoren zu erkennen und zu vermeiden.
  • Trigeminus: Kurzbezeichnung für Nervus trigeminus, den Gesichtsnerv. Der Nervus trigeminus ist der fünfte Hirnnerv und besteht aus Fasern für sensible Körperempfindungen im Gesichtsbereich und die mimische Muskulatur.
  • Trigger: Auslöser (der Migräne)
  • Triptane: Substanzen zur spezifischen Behandlung der Migräne, die Kopfschmerzen und typische Begleitsymptome (z. B. Übelkeit) bessern. Bei den Triptanen handelt es sich um Serotonin-5-HT1B/1D-Rezeptoragonisten. Sie verengen schmerzhaft geweitete Blutgefäße im Gehirn, indem sie die glatte Muskulatur beeinflussen, hemmen die Freisetzung von Neuropeptiden aus Hirnnerven, sodass die Nerven-entzündung zurück geht und blockieren die Ausbreitung von Schmerzreizen über die Hirnrinde. In Deutschland sind 7 Triptane zugelassen: Almotriptan, Eletriptan, Frovatriptan, Naratriptan, Rizatriptan, Sumatriptan und Zolmitriptan. Naratriptan ist das erste rezeptfrei erhältliche Triptan.

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