Fragen & Antworten

Übersicht Fragen:

  1. Was ist FORMIGRAN®?
  2. Was unterscheidet FORMIGRAN® von anderen rezeptfreien Migränemedikamenten?
  3. Was unterscheidet FORMIGRAN® von anderen, rezeptpflichtigen Triptanen?
  4. Warum gibt es FORMIGRAN® nur als eine Packung mit zwei Tabletten (à 2,5 mg Naratriptan)?
  5. Für wen ist FORMIGRAN® geeignet?
  6. Wie wirkt FORMIGRAN®?
  7. Wirkt FORMIGRAN® auch bei anderen Kopfschmerzen außer Migräne?
  8. Wann sollte FORMIGRAN® während eines Migräneanfalls eingenommen werden?
  9. Welche möglichen Nebenwirkungen hat FORMIGRAN®?
  10. Kann FORMIGRAN® zusammen mit anderen freiverkäuflichen Migränemedikamenten eingenommen werden?
  11. Kann FORMIGRAN® zusammen mit anderen verschreibungspflichtigen Migränemedikamenten eingenommen werden?
  12. Betroffene sollten sich an einen Arzt wenden, wenn:
  13. Kann FORMIGRAN® Migräne heilen?
  14. Kann es sein, das FORMIGRAN® nicht wirkt?
  15. Ist die Einnahme einer zweiten Tablette FOMIGRAN® für denselben Migräneanfall sinnvoll?
  16. Können FORMIGRAN®-Tabletten geteilt werden?
  17. Wirkt Naratriptan schwächer/stärker als andere Triptane?
  18. Tritt ein Gewöhnungseffekt bei der Einnahme von FORMIGRAN® auf?
  19. Kann FORMIGRAN® schon währen der Aura-Phase eingenommen werden?
  20. Ist es sinnvoll, FORMIGRAN® bei menstruationsassoziierter oder menstrueller Migräne einzunehmen?
  21. Darf FORMIGRAN® bei Kindern angewendet werden?

1. Was ist FORMIGRAN®?

FORMIGRAN® ist ein spezifisches Migränemedikament mit dem Wirkstoff Naratriptan. Es bekämpft Migränekopfschmerzen und Begleitsymptome wie Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit. zum Seitenanfang

2. Was unterscheidet FORMIGRAN® von anderen rezeptfreien Migränemedikamenten?

FORMIGRAN® enthält als erstes rezeptfreies Migränemedikament den Wirkstoff Naratriptan. Dieser wurde gezielt zur Behandlung von Migräne entwickelt, da er direkt im Zentrum der Migräneentstehung wirkt und so Migränekopfschmerzen und Begleitsymptome bekämpft. zum Seitenanfang

3. Was unterscheidet FORMIGRAN® von anderen, rezeptpflichtigen Triptanen?

Triptane sind speziell gegen Migränekopfschmerzen entwickelte Wirkstoffe, die mit Ausnahme von FORMIGRAN® in Deutschland nicht als rezeptfrei erhältliche Arzneimittel zugelassen sind. Der Wirkstoff in FORMIGRAN®, Naratriptan, ist in Deutschland seit Juni 2006 in einer Größe von 2 Tabletten à 2,5mg Naratriptan ohne Rezept erhältlich. Grundlage dafür war ein so genannter Switch: eine Entscheidung des Sachverständigenausschusses für Verschreibungspflicht zur rezeptfreien Verfügbarkeit eines Wirkstoffs.

Als rezeptpflichtiges Arzneimittel ist Naratriptan 2,5mg in Deutschland weiterhin unter der Marke Naramig® in Packungsgrößen von 6 und 12 Tabletten erhältlich. zum Seitenanfang

4. Warum gibt es FORMIGRAN® nur als eine Packung mit zwei Tabletten (à 2,5 mg Naratriptan)?

Bei 80 % der Migräneanfälle genügt schon eine Tablette FORMIGRAN®. Da Migränepatienten durchschnittlich einen Anfall pro Monat haben, entspricht eine Packung FORMIGRAN® in der Regel bereits einem 2-Monats-Bedarf.

Die kompakte Packungsgröße erleichtert darüber hinaus das ständige Mitführen und ist somit bei den ersten Anzeichen eines Anfalls griffbereit. zum Seitenanfang

5. Für wen ist FORMIGRAN® geeignet?

FORMIGRAN® ist unabhängig vom Schweregrad eines Migräneanfalls für alle Migränepatienten im Alter von 18 – 65 Jahren geeignet. FORMIGRAN® darf jedoch nicht eingenommen werden:
  • um einer Migräne vorzubeugen
  • bei Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber Naratriptan oder einem der sonstigen Bestandteile von FORMIGRAN®
  • nach/bei einem Herzinfarkt, verminderter Durchblutung des Herzens (ischämische Herzkrankheit), Verkrampfungen der Herzkranzgefäße (Prinzmetal-Angina) oder peripheren Gefäßerkrankungen
  • nach/bei einem Schlaganfall oder vorübergehenden Zuständen von Minderdurchblutung im Gehirn (ischämische Attacken)
  • nach/bei Bluthochdruck oder Behandlung wegen hohen Blutdrucks
  • bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
  • bei Durchblutungsstörungen der Beine (krampfartige Schmerzen in den Beinen beim Gehen), oder wenn der Arzt periphere Durchblutungsstörungen festgestellt hat
  • bei seltenen Migräneformen (hemiplegische, basilare oder ophthalmoplegische Migräne)
  • bei gleichzeitiger Anwendung von Medikamenten, die Ergotamin, Ergotaminderivate (einschl. Methysergid) oder Triptane (z. B. Sumatriptan- oder Naratriptanhaltige Produkte) enthalten.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen bei der Einnahme/Anwendung von FORMIGRAN® entnehmen Sie bitte der Gebrauchsanweisung. zum Seitenanfang

6. Wie wirkt FORMIGRAN®?

Der Wirkstoff in FORMIGRAN®, Naratriptan, wirkt verengend auf Blutgefäße, die vorwiegend in der Hirnhaut lokalisiert sind und durch Migräne schmerzhaft erweitert sind. So verringert Naratriptan durch Migräne verursachte lokale Schmerzen und Entzündungen. Darüber hinaus hemmt Naratriptan die Ausbreitung von Schmerzreizen. zum Seitenanfang

7. Wirkt FORMIGRAN® auch bei anderen Kopfschmerzen außer Migräne?

Nein, FORMIGRAN® wirkt ausschließlich bei Migränekopfschmerzen. zum Seitenanfang

8. Wann sollte FORMIGRAN® während eines Migräneanfalls eingenommen werden?

Für eine bestmögliche Wirkung sollte FORMIGRAN® schon bei den ersten sicheren Anzeichen von Migränekopfschmerzen eingenommen werden. FORMIGRAN® wirkt aber auch noch bei der Einnahme zu einem späteren Zeitpunkt.

Kehren die Kopfschmerzen nach Einnahme einer Tablette wieder, kann frühestens 4 Stunden nach der ersten Tablette eine zweite genommen werden. Für den gleichen Anfall und innerhalb von 24 Stunden dürfen maximal 2 Tabletten genommen werden.

Werden die Symptome 4 Stunden nach der Einnahme der ersten Tablette nicht reduziert, sollte für dieselbe Attacke keine zweite Dosis eingenommen werden. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, bevor Sie FORMIGRAN® weiter anwenden. Wenn sich durch die Einnahme von FORMIGRAN® keine Besserung ergibt, könnte das bedeuten, dass Sie keine Migräne haben.

Weitere Informationen zur Einnahme/Anwendung von FORMIGRAN® entnehmen Sie bitte der Gebrauchsanweisung. zum Seitenanfang

9. Welche möglichen Nebenwirkungen hat FORMIGRAN®?

Nebenwirkungen von FORMIGRAN®, die häufiger auftreten können (mehr als 1 von 100 Behandelten), sind:
  • Kribbeln und ein Wärmegefühl, z. B. in der Brust, normalerweise nur für wenige Minuten - oft ein Anzeichen dafür, dass FORMIGRAN® zu wirken beginnt (dauern die Symptome länger als 2 Stunden an oder fallen sie sehr schwer aus, sollte ein Arzt aufgesucht werden).
  • Übelkeit/Erbrechen und Müdigkeit – dies können auch Symptome der Migräne sein.
Gelegentlich bis sehr selten auftretende mögliche Nebenwirkungen von FORMIGRAN® entnehmen Sie bitte der Gebrauchsanweisung. zum Seitenanfang

10. Kann FORMIGRAN® zusammen mit anderen freiverkäuflichen Migränemedikamenten genommen werden?

FORMIGRAN® kann mit anderen freiverkäuflichen Migränemedikamenten verwendet werden. Dies ist aber meist nicht notwendig. zum Seitenanfang

11. Kann FORMIGRAN® zusammen mit anderen verschreibungspflichtigen Migränemedikamenten genommen werden?

Nein, FORMIGRAN® sollte für den gleichen Anfall nicht zusammen eingenommen werden mit:
  • Produkten der gleichen Wirkstoffgruppe (Triptane)
  • Ergotaminen oder Ergotaminderivaten
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12. Betroffene sollten sich an einen Arzt wenden, wenn:

  • der erste Migräneanfall nach Erreichen des 50. Lebensjahres auftritt
  • bei Kopfschmerzen, die länger als 24 Stunden andauern oder häufiger auftreten
  • bei Änderungen der Symptomatik der Migräne oder wenn zwischen den Anfällen keine vollständige Erholung stattfindet
  • bei 4 oder mehr Anfällen im Monat
  • bei folgenden Begleitsymptomen:
    • auffällige Änderungen in der Natur der Kopfschmerzen
    • einseitige Schwächeerscheinungen des Körpers
    • Doppeltsehen
    • schwerfällige und unkoordinierte Bewegungen
    • anfallartige Bewegungen
    • Ohrgeräusche
    • Bewusstseinsstörungen
    • plötzlich auftretender Hautausschlag, in Verbindung mit heftigen Kopfschmerzen
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13. Kann FORMIGRAN® Migräne heilen?

Nein, Migräne kann nicht geheilt werden. Mit FORMIGRAN® steht jedoch ein spezifisches Migränepräparat für die Selbstmedikation zur Verfügung. zum Seitenanfang

14. Kann es sein, das FORMIGRAN® nicht wirkt?

Wenn sich durch die Einnahme von FORMIGRAN® keine Besserung ergibt, haben Sie möglicherweise keine Migräne.
Allerdings gibt es auch wenige so genannte Non-Responder, die auf manche Trptane nicht ansprechen. Hier wird eine genetische Ursache vermutet. zum Seitenanfang

15. Ist die Einnahme einer zweiten Tablette FOMIGRAN® für denselben Migräneanfall sinnvoll?

Die großen kontrollierten Therapiestudien haben gezeigt, dass es sinnlos ist, wenn die erste Dosis eines Triptans innerhalb einer Migräneattacke nicht wirksam ist, in derselben Attacke eine zweite Dosis oder ein anderes Triptan einzusetzen. In diesen Fällen kommen weitere Behandlungsmöglichkeiten durch den Arzt in Betracht. zum Seitenanfang

16. Können FORMIGRAN®-Tabletten geteilt werden?

In Ausnahmefällen und nur auf Anweisung eines Arztes, können die Tabletten geteilt werden. Die Beschädigung des Überzuges stellt dabei keine Beeinträchtigung der Wirkung dar, allerdings kann nur durch einen Tablettenteiler gewährleistet werden, dass sich in beiden Bruchstücken die gleiche Menge des Wirkstoffes befindet.

FORMIGRAN® Tabletten können auch zerkleinert eingenommen werden, wenn das Schlucken der Tabletten Schwierigkeiten bereitet. Allerdings sollte gewährleistet sein, dass die gesamte zerkleinerte Tablette eingenommen wird, da ansonsten die notwendige Dosis nicht erreicht werden könnte.

Kunden, die über die Harmlosigkeit der Nebenwirkungen, insbesondere des Engegefühls in der Brust, nicht aufgeklärt sind, neigen dazu, Tabletten zu halbieren. Damit könnte die therapeutische Dosierung unterschritten werden und der Behandlungserfolg bleibt aus.
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17. Wirkt Naratriptan schwächer/stärker als andere Triptane?

In Deutschland gibt es derzeit sieben unterschiedliche Substanzen aus der Gruppe der Triptane. Alle diese Substanzen haben eine vergleichbare Wirkung, denn die während einer Migräneattacke geweiteten und entzündeten Blutgefäße im Bereich der Hirnhaut werden durch Triptane auf ihre Normalgröße verengt. Allerdings unterscheiden sich die Substanzen im Hinblick auf ihre chemische Struktur. Aus diesem Grund müssen jeweils unterschiedliche Mengen eingenommen werden.

Beispielsweise beträgt eine Tabletten-Dosis Sumatriptan 50 oder 100 mg und eine Dosis Naratriptan (FORMIGRAN®) 2,5 mg. Die Dosierung von 2,5 mg Naratriptan ist jedoch nicht 40 x schwächer als Sumatriptan 100 mg, sondern sie wird im Körper nur anders verstoffwechselt, so dass eine andere Dosierung notwendig ist.
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18. Tritt ein Gewöhnungseffekt bei der Einnahme von FORMIGRAN® auf?

Bei der Anwendung von FORMIGRAN® sind keine Gewöhnungseffekte bekannt, so dass dieses Präparat auch über lange Zeiträume ohne Abschwächung der Wirksamkeit angewendet werden kann.

Wie bei Schmerzmitteln oder Ergotaminen besteht auch bei Triptanen prinzipiell das Risiko eines so genannten medikamenten-induzierten Kopfschmerzes, wenn sie übermäßig häufig angewendet werden. Daher sollten Triptane oder auch Schmerzmittel maximal an 10 Tagen im Monat eingenommen werden. zum Seitenanfang

19. Kann FORMIGRAN® schon währen der Aura-Phase eingenommen werden?

Triptane wie Naratriptan wirken nur während der Kopfschmerzphase einer Migräneattacke, nicht jedoch gegen Aurasymptome. Da die Aurasymptome somit nicht positiv beeinflusst werden können, ist die Einnahme von FORMIGRAN® während der Aura nicht zu empfehlen.

Der optimale Zeitpunkt für die Einnahme von FORMIGRAN® ist direkt nach Abklingen der Aurasymptome und zu Beginn der Migränekopfschmerzen, wobei Triptane generell zu jedem Zeitpunkt einer Migräneattacke (aber nicht während der Aura) eingenommen werden können. zum Seitenanfang

20. Ist es sinnvoll, FORMIGRAN® bei menstruationsassoziierter oder menstrueller Migräne einzunehmen?

Die Wahrscheinlichkeit für eine Migräneattacke ist 2 Tage vor der Menstruation um ca. 70% erhöht. Die Tatsache, dass Migräneattacken während der Schwangerschaft abnehmen oder gänzlich ausbleiben, und dass Frauen nach der Menopause seltener an Migräne leiden, spricht für die relevante Rolle des Hormonhaushalts. Vor allem das Absinken des Östrogenspiegels und die damit verbundenen Hormonschwankungen scheinen eine Ursache zu sein.

Bei solchen Migräneattacken hat sich der Wirkstoff Naratriptan (in FORMIGRAN®) besonders gut bewährt, da Naratriptan lange wirkt.

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21. Darf FORMIGRAN® bei Kindern angewendet werden?

Nein, FORMIGRAN® ist nicht für die Behandlung von Migräne-Kopfschmerzen bei Personen unter 18 Jahren zugelassen.
Das einzige Präparat mit einem Wirkstoff aus der Gruppe der Triptane, das bereits für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen ist, ist Imigran® Nasenspray (mit dem Wirkstoff Sumatriptan). Dieses Arzneimittel ist verschreibungspflichtig.

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